Obstsalat mit Bananenschale (ca. 4-6 Portionen)

Vor kurzem hat Jette von LanisLeckerEcke bei Zorra zu einem weiteren tollen Blogevent aufgerufen. Das Thema lautet "Zu gut für die Tonne" und tatsächlich ist das, was ich euch heute zeige definitiv zu gut für die Tonne.
Allerdings landet diese kleine Zutat, die ich heute in den Mittelpunkt rücken möchte, meist doch darin.

Anfang des Jahres ist mir ein Artikel untergekommen in dem davon berichtet wurde, dass in Japan eine "Mongee"-Banane mit essbarer Schale gezüchtet wird..
Moment, was ist daran neu?
Tatsächlich ist die Schale einer Banane essbar. Also auch der Bananen, die für den Laien im Supermarkt keine besondere Züchtung darstellen.

Allerdings dürften die wenigsten von uns Bananenschale bisher probiert bzw. gegessen haben.
Die Schale einer Banane, sofern man ein Bund Bio-Bananen eingekauft hat, ist sehr gesund. Sie enthält Kalium, Magnesium, Vitamine A, B (besonders B6 und B12), C und K. Und damit ist die Aufzählung noch lange nicht zu Ende. Sie bringt also wirklich wahnsinnig viel mit.

Zugegeben, eine Bananenschale roh ist doch recht zäh. Wird die Schale aber ca. 10 Minuten gedünstet, gedämpft oder geröstet, dann wird sie gut essbar. Und während der Zubereitung steigt ein wunderbarer Duft in die Nase.
Der Geschmack ist leicht bitter, was sich aber beispielsweise in einem Obstsalat sehr gut macht.
Und genau diesen Obstsalat mit etwas Bananenschale möchte ich euch heute vorstellen.



Obstsalat mit Bananenschale (ca. 4-6 Portionen)
Gesamt ca. 971kcal, pro Portion (6 Portionen) ca. 162kcal
4 Mandarinen oder 1-2 Orangen
2 Bananen*
1 Mango
1 Ananas
1 EL Cranberrysirup (alternativ: Agavendicksaft)

Zubereitung
Die Schale der Mandarinen direkt am Fruchtfleisch abschneiden und die einzelnen Fruchtsegmente ausschneiden.
Die Mandarinenfilets in eine Salatschüssel geben und die übrig gebliebenen Mandarinenskelette kräftig ausdrücken.

Nun eine beschichtete Pfanne auf den Herd stellen und anheizen. Eine Banane mit der Schale sehr gründlich waschen und ggfs. kurz abtrocknen.
Die Bananen in Scheiben schneiden und zu den Mandarinen geben. Gut durchrühren, damit die Bananenstücke nicht braun werden während der weiteren Zubereitung.
Die Bananenschale der gewaschenen Banane hernehmen, Stiel und Blütenansatz abschneiden und die Schale in dünne Streifen schneiden.
Die Streifen in die Pfanne geben und ca. 10 Minuten lang dünsten lassen, dabei immer wieder umrühren bzw. umschichten.

In der Zwischenzeit das Fruchtfleisch der Mango in Würfel schneiden und zum Salat geben.
Außerdem die Ananas schälen und ebenso würfeln.
Die Bananenschale aus der Pfanne nehmen und zum Obstsalat geben.
Nun die Ananasstücke in die Pfanne geben und ebenso ca. 5-10 Minuten dünsten.

Zum Obstsalat nun 1 EL Cranberrysirup geben und gut durcharbeiten.
Die Ananasstücke inklusive dem ausgetreten Saft ebenso hinzufügen sobald sie etwas abgekühlt sind.


Den Salat auf Portionsschüsselchen aufteilen und bei Bedarf zusammen mit Sahne, Johurt oder einer feinen Vanillesauce servieren.

Bitte nehmt für dieses Rezept und generell für die Absicht die Bananenschale mit zu verwerten ausschließlich Bananen aus biologischem Anbau.


Warum habe ich mich hier für ein Rezept mit Bananenschale entschieden? Gibt es nicht andere Zutaten, die man besser vor dem Verfall retten sollte?

Oh doch, sicher gibt es die. Im Prinzip ist jedes weggeschmissene und verdorbene Lebensmittel eines zuviel.
Wenn ich aber in meinen Kühlschrank schaue und meine Vorräte, dann ist dort nichts dabei was ganz akut gerettet werden müsste.
Das Zauberwort heißt hier "bedarfsgerechtes Einkaufen". Das und einen guten Überblick über die Lebensmittel, die noch vorhanden sind, sorgen dafür, dass das Wegwerfen selbiger auf ein Minimum schrumpft. 

Ja, ich mache mir einen Essensplan für die Woche. Wichtig für mich dabei ist auch "Nebengerichte" und Süßes einzuplanen.
Diese Woche sah das so aus:
  • Heidelbeercremepudding
  • Tomatensalat
  • Frühlingszwiebel Tarte  
  • Stachelbeerkuchen
  • Kartoffelmuffins mit Spinat-Ei Auflauf aus dem Backofen


Ja, ich kaufe Karotten und Kartoffeln einzeln. Einfach weil ich weiß, dass ich einen Kilo-Sack dieses oder anderen Gemüses nicht in absehbarer (also vor dem Verderb) Zeit bewältigen kann. Ich greife nicht zu kiloschweren Kohlköpfen aus dem gleichen Grund, etc. pp.
Und auch wenn ich eine kleinen Gefrierschrank unter dem Kühlschrank habe.. Sooo viel passt da auch nicht rein.
Da heißt es also wirklich sich etwas Mühe bei der Planung zu geben, sich einen Einkaufszettel zu schreiben, nur das kaufen was man braucht und vor allem den Überblick darüber behalten, was man schon da hat.

Dann funktioniert das echt gut, dass das mit dem Wegwerfen von Lebensmitteln auf ein Minimum schrumpft. 
Und dann kommt man in die Verlegenheit bei solch einem tollen Blogevent mit einem vielleicht etwas kurios wirkenden Rezept mitmachen zu wollen.
Aber was heißt hier kurios. Schaut mal auf den Blogtitel. Da steht "Küchenabenteuer". Da sind kuriose Rezepte mit dabei, Abenteuer eben.



Blog-Event CXXXIX - Zu gut für die Tonne! (Einsendeschluss 15. März 2018)

Kommentare

  1. Ich muss zugeben - ich weiß nicht ob ich mich damit anfreunden kann. Die grundsätzliche Idee finde ich aber schon sehr cool. War Deine verwendete Banane denn gelb oder schon braun? Und schmeckt das mit brauner Bananenschale anders als mit gelber? So viele Fragen ... Vielen Dank für Deinen tollen Beitrag zum Event!

    Liebe Grüße

    Jette

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    1. Die Banane war braun gesprenkelt. In der Pfanne werden die Schalenstücke die noch gelb waren durch die Hitze auch noch braun. Einen Unterschied zwischen den zuvor schon braunen Stellen und dem Rest konnte ich nicht feststellen.
      Man kann Bananenschale auch super dafür verwenden um empfindlicheres Fleisch oder Fisch zu verpacken vor dem Grillen, Braten, Dämpfen oder anderen Garmethoden.
      Man kann wirklich viel damit machen. Ich bin da auch noch nicht komplett durch. 😊

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