Lussekatter / Luciakatzen / St. Lucia Saffron Buns (20 Stück)

Ja, man kann mit seinem Namen auf dem Kriegsfuß stehen. Manche mögen ihre Familiennamen nicht, manche ihren Vornamen nicht und ich hatte sehr lange Zeit eine starke Abneigung gegen meinen zweiten Vornamen Lucia.
Das kam schlicht daher, dass ich immer nur dann mit diesem Namen angesprochen oder gerufen wurde, wenn ich etwas angestellt hatte oder zumindest im Verdacht stand irgendetwas unartiges getan zu haben.
Die Schwelle von artig zu unartig war sehr klein und so war dieser Name in diesem negativen Kontext für mich als Kind nahe zu eine immerwährende Bedrohung.

Mit dem Erwachsenwerden hatte ich das mehr oder weniger überwunden oder besser gesagt verdrängt. Immerhin war es ja nur ein Zweitname.. Bis dann ein sehr eifriger Mitarbeiter in meiner aktuellen Firmen diesen blöden Zweitnamen wieder präsenter machte und ihn, wohl als Doppelname gedeutet, mit in meine Mailadresse und in mein Profil aufnahm.
Zu dem, dass die meisten Personen versuchen den Namen kurios auszusprechen war damit wieder das alte Thema präsent. Der Name war immer noch negativ besetzt. Dass mich dann versuchten Kollegen mit Lucia anzusprechen unterband ich relativ schnell mit der Erklärung, dass Martha mein Rufname ist und man mich mit Lucia in eine emotionale Bedrängnis bringt. Wenn man also etwas von mir wollte, sollte man als Anrede sicher nicht den Zweitnamen verwenden.

Dass ich diese Erklärung immer und immer seit 2015 wiederholen hätte müssen bei all jenen, die neu im Team oder eben neu in meinem "Dunstkreis" waren, war klar. Tat ich aber nicht. Es war ermüdend und anstrengend zugleich.
Also musste ich mich mehr oder weniger mit dem Namen anfreunden und ihn weniger negativ betrachten, als ich gelernt hatte.
Letztes Jahr gelang es dann immer mehr den Namen zu akzeptieren.
Und ganz unabhängig von dieser negativen Bedeutung, die der Name durch einen falschen Umgang bei mir erfahren hat, ist es eben tatsächlich ein schöner Name.

Nein, Namenstage feier ich nicht. Aber es gibt ein Gebäck in Schweden, das es nur in der Zeit zwischen St. Lucia (morgen, am 13.12.) und Weihnachten gibt: Lussekatter was soviel heißt die Luciakatzen.
Und irgendwie passt das eben doch recht gut zu mir und daher habe ich mir dieses Gebäck im letzten Jahr erstmalig gebacken.
Und ja, das und auch die Ausgabe für den Safran hat sich gelohnt.
Nein, Safran habe nur sehr selten da und ja, der ist verhältnismäßig teuer und ja, Safran gehört in dieses Gebäck für den charakteristischen Geschmack, den man durch kein anderes Gewürz ersetzen kann.

Eine Servierplatte auf der einige Lussekatter aufgereiht wurden. Die Lussekatter sind durch den Safran im Teig gelblich.

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Gesamt ca. 3249kcal, pro Stück ca. 162kcal

75g feste Margarine
eine Msp Safran (oder ein Briefchen)
125g vegane Crème fraîche oder Frischcreme
50g Zucker
10g Trockenhefe
300g Pflanzendrink (zimmerwarm)
eine Prise Salz
ca. 600g Weizenmehl
20g Speisestärke
40 Rosinen
Optional:
Warmes Wasser
eine Messerspitze Safran

Zubereitung
Die Margarine in der Mikrowelle schmelzen lassen und in eine Rührschüssel geben. Den Safran einrühren. Nun die Crème fraîche oder die Frischcreme dazu geben und mit dem Fett vermengen. Den Zucker und die Hefe sowie schluckweise den Pflanzendrink hinzufügen. Außerdem die Prise Salz nicht vergessen.
Nun das Mehl kurz mit der Speisestärke vermengen und anschließend diese Mischung portionsweise in die Flüssigkeit einrühren lassen.

Nun den Teig solange rühren lassen bis er sich vom Schüsselrand löst.
Den Teig in der Schüssel an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen. Das Volumen des Teigs sollte sich bis dahin annähernd verdoppelt haben.

Nun den Teig in 20 Portionen teilen und aus diesen Teilen jeweils Teigstränge mit ca. 40cm Länge rollen. Diese dann von beiden Enden aus gegenläufig  aufrollen und so in eine S-Form bringen.
Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und abgedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
In einer Tasse etwas warmes Wasser geben und eine weitere Messerspitze gemahlenen Safran einrühren. Damit die Lussekatter einpinseln, in den Spiralen jeweils eine Rosine drücken und anschließend in 8-10 Minuten goldbraun backen.




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