Mettbrötchen (2 Brötchenhälften)

Kurz nachdem ich am 01.04.2015 meine Stelle beim noch aktuellen Arbeitgeber angetreten bin, haben die damaligen Kollegen den ersten und einzigen ernsthaften Versuch unternommen mich zu verscheuchen. Zur Feier mehrerer zeitnaher Geburtstage haben sich ein paar Kollegen zusammen getan und für die Büroetage ein Mettbrötchen-Frühstück ausgegeben.
Ich war da noch nicht sonderlich lange in Hamburg und ein Mettbrötchen hatte ich noch nie probiert und an diesem Tag habe ich die Gelegenheit dazu auch nicht genutzt.
Warum? Weil mich der extrem intensive Geruch von länger gelagerten aufgeschnittenen Zwiebel dazu brachte im Büro zu bleiben, das eigentlich einige Meter von der Küche entfernt war.

Ein paar Monate später habe ich dann mein erstes Mettbrötchen verspeist und für gut befunden. Aber dieser Zwiebel-Stinke-Anschlag im Büro ist mir noch verdammt gut in Erinnerung.

Nun bin ich dabei Hamburg erst mal "ciao" zu sagen und irgendwie war mir nach ein paar norddeutschen Brötchen, die ich hier in Hamburg erstmalig gegessen hatte.
Für dieses Mettbrötchen habe ich mir grobe Mettwurst aus der Kühltheke geholt. Der Metzger hätte sich bei der Menge doch nur wieder krumm und schief gelacht.
Im Unterschied zum Mett vom Metzger ist die Zwiebelmettwurst etwas gewürzt (mit Zwiebelgranulat) und hygienisch versiegelt.
Was und ob du das ausprobierst, das überlasse ich dir.

Wenn du aber Zwiebel dafür her nimmst, dann nimm bitte nicht die ältesten Exemplare.

Zwei Brötchenhälften bestrichen oder belegt mit dem Mett, frischen Zwiebeln und Petersilie

Mettbrötchen (2 Brötchenhälften) - Download als PDF
Gesamt ca. 477kcal, pro Hälfte ca. 239kcal

ein Brötchen
etwas Butter oder Margarine
ca. 100g Mett oder grobe Mettwurst
eine halbe kleine Zwiebel
etwas frische Petersilie oder Schnittlauch

Zubereitung
Das Brötchen waagrecht aufschneiden und beide Hälften mit Butter oder Margarine bestreichen.
Das Mett oder die Mettwurst darauf verteilen (je Brothäfte ca. 50g).
Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und den Schnittlauch oder die Petersilie fein hacken und beides auf das Mett geben.
Die Brötchenhälften sofort verzehren.

Kommentare

  1. Das gute Mettbrötchen ist für die meisten Norddeutschen einfach nur lecker.
    Frisches Mett vom Metzger, Salz und Pfeffer und gut mit dünnen Zwiebelscheiben belegen.
    Schön, dass du diese Spezialität auch probiert hast.
    Liebe Grüße aus Hamburg.

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    1. Klar, sowas lass ich mir doch nicht entgehen. Und es ist ja wirklich sehr fein. Nur der erste Kontakt war recht unangenehm.

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  2. Mettbrötchen sind grandios. Für mich idt dabei Pfeffer, frisch gemahlen, aber unverzichtbar. Und ich bevorzuge rote Zwiebeln, die etwas weniger bitzig sind. Frischkräuterhalber verblüfft mich Schnittlauch fast, zumal das aromatisch die Zwiebel ja annähernd doppelt. Hier (im Nordwesten) landet eigentlich nur Petersilie drauf. Spannend, wie sich bei so was Simplem die Details unterscheiden :)

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  3. Mir war gar nicht klar, dass Mettbrötchen offenbar sowas spezifisch Norddeutsches sind. Für mich wie für Martina oben auch gehört frisch gemahlener Pfeffer unbedingt dazu, gern grob gemahlen für etwas Crunch. Salz? Hängt davon ab, ob und wie es vorgewürzt ist. Zwiebelhalber bevorzuge ich (frische) rote Zwiebeln, die die köstliche Nummer nicht ganz so stark ins Bitzige bugsieren. Frischkräuterhalber ist Schnittlauch hier oben im Nordwesten (Ostfriesland) indes eher untypisch zu Mettbrötchen, zumal es aromatisch ja in ähnliche Windrichtungen zielt wie die Zwiebeln. Petersilie ist da der deutlich häufigere Begleiter, wobei auch Zitronenverbene oder Estragon durchaus ne gute Figur drauf machen. Aber spannend, welch zarte Unterschiede selbst bei mit Gehacktem beschmierten Stullen auftreten können. :) Danke für Beitrag und Geschichte!

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    1. Vielen Dank für deine beiden Kommentare und Ergänzungen. Ich bin mir nicht sicher ob Mettbrötchen wirklich norddeutsch sind. Ich meine, dass man sie auch in Mitteldeutschland kennt und mag. Im Schwabenland sind sie auf jeden Fall eher unbekannt. Man hat vielleicht davon mal gehört, aber es ist schon sehr selten, dass in Süddeutschland jemand Mettbrötchen isst oder ausgibt.

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